Das war ein Erlebnis! Der Leiter des Planetariums, Dr. Björn Voss, hatte eingeladen, die Sonnengang-Uhr zur Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche am 20. März 2025 im Sternensaal und vor dem Planetarium zu präsentieren.

Herr Dr. Voss zeigte anhand von beeindruckenden Kurven und Bildern an der Planetariums-Kuppel den Weg der Erde um die Sonne herum, der auf einer Ellipse verläuft, und er erläuterte den speziellen Neigungswinkel der Erdachse, durch den es gebietsweise wärmer und kälter auf der Erde wird. Der Lauf der Sonne durch die Tierkreiszeichen, den wir am Himmel ja nicht direkt beobachten können, leuchtete an der Planetariumskuppel auf und auch die Zusammenhänge mit den prähistorischen Sonnenobservatorien sowie mit der Himmelscheibe von Nebra wurden erlebbar.
Herr Dr. Zarth setzte dann fort, indem er die von der Erde aus beobachtbaren Bahnen der Sonne mit Hilfe eines Sonnengang-Uhr-Tischmodells vorführte, ausgehend von diesem speziellen Tag, an dem die Sonne genauso lange über wie unter dem Horizont wandert. Lichtbilder führten eindrucksvoll vor Augen, wie ein dauerhaftes Modell einer Sonnengang-Uhr zwischen den Treppen am Stadtparksee einmal aussehen könnte. Anschließend zeigte er den Vortrags-Gästen vor dem Planetarium an dem von Strahlern beleuchteten 4m-Kernmodell die verschiedenen Sonnenbahnen im Laufe eines Jahres, zunächst für Hamburg und dann auch für andere Orte der Erde.

Es folgten drei Präsentationstage auf der Wiese vor dem Planetarium. An den fortlaufenden Vorführungen nahmen – teils nur kurz bis teils ganz lang – insgesamt über 400 Besucher teil. Das sehr interessierte Stadtpark-Publikum führte viele lebhafte Gesprächen mit den Mitgliedern der SGU-Arbeitsgruppe und äußerte vielfach Wünsche, so etwas öfter und vor allem dauerhaft erleben zu können.

Das war ein sehr eindrucksvoller und Hoffnung erweckender Beginn der diesjährigen Präsentations-Saison – bei ganz viel Sonne, ungewöhnlich starkem Wind am Samstag und sehr beruhigenden 0% Regenwahrscheinlichkeit. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an das wunderbare Publikum, an alle spontanen Helfer sowie an den Planetariumsleiter und sein Team, die uns bestens unterstützt haben.